Orthopädie am Rosengarten · Ambulantes osteologisches Schwerpunktzentrum DVO

Physikalische Therapien

Physikalische Therapien werden zur Behandlung unterschiedlichster Schmerzzustände – von akuten entzündlichen Schmerzen, Nervenschmerzen bis hin zu chronischen Schmerzen – eingesetzt. Der Vorteil hierbei ist, dass die entsprechenden Anwendungen bei einer richtigen Indikationsstellung nahezu nebenwirkungs- und risikofrei sind.

Bild zum Thema Physikalische Therapien, © Hoda Bogdan – Fotolia.com

unsere Therapiemöglichkeiten

Traktionsbehandlung

Die Streckbehandlung (Traktionsextensionstherapie) ist eine bewährte Möglichkeit der effektiven und nebenwirkungsfreien Behandlung von Schmerzen in der Wirbelsäule. Sie dient, über den manuellen Zug des Extensionsgerätes, der Druckminderung und Entlastung der Wirbelgelenke, der Entlastung ggf. komprimierter Nervenwurzeln und der Muskelentspannung.

Indikation

  • unspezifische Schmerzen in der Wirbelsäule, insbesondere im Hals und Lendenbereich

Hochfrequente Tiefenwärme

Die hochfrequente Tiefenwärme bedient sich elektromagnetischer Kräfte, welche die Haut- und Fettschicht nahezu ungehindert durchdringen. Konventionelle Wärmequellen erreichen die in der Tiefe liegenden kritischen Stellen kaum. Die elektromagnetische Hochfrequenz-Energie dagegen wird erst im tiefer liegenden, wasserhaltigen Gewebe, und damit an den kritischen Stellen, in Wärme umgesetzt.Diese Diathermie bewirkt über polarisierte elektro­magnetische Wellen eine spürbare Tiefenwärme, welche stoffwechselfördernd und nebenwirkungsfrei das Muskelgewebe entspannt und somit Schmerzen reduziert.

Indikation

  • unspezifische Schmerzen an der Wirbelsäule sowie in tieferliegenden Muskeln und Gelenken

Magnetfeldtherapie

Natürliche Magnetfelder wirken seit Jahrtausenden auf die Menschheit ein. Die Entwicklung spezieller medizinischer Behandlungsgeräte basiert auf der Erkenntnis, dass jede Körperzelle, abhängig von der Funktion ihres Stoffwechsels bestimmte elektromagnetische Wellen produziert. So wird z. B. durch jede Entzündung, Verletzung oder Alterungsprozesse dieses Schwingmuster nachhaltig verändert. Mit Hilfe der Magnetfeld-Therapie ist es möglich, verschiedene elektromagnetische Schwingungen gezielt an Zellen, Organen oder ganzen Körperteilen zu senden und diese zu beeinflussen. Ein gleichzeitig vorhandener Pulsationseffekt verstärkt die entzündungshemmende und regenerierende Wirkung der Behandlung. Neben dem beschriebenen organischen Effekt lassen sich auch direkte Einflüsse auf das Immunsystem und das vegetative Nervensystem nachweisen. Durch diese Vorgänge wird die körpereigene Regenerations- und Selbstheilungspotenz nachhaltig angeregt; somit wird eine ursächliche Behandlung möglich. Warum die Magnetfeld-Therapie einen allgemein schmerzlindernden Effekt auch unabhängig von der Schmerzursache hat, ist noch nicht letztlich geklärt. Hormone und andere Botenstoffe scheinen dabei eine besondere Rolle zu spielen.

Indikationen

  • Beschleunigung der Wundheilung nach Knochenbrüchen
  • Arthrose, Arthritis
  • Autoimmunerkrankungen
  • Rheuma, Weichteilrheuma
  • Polyneuropathie
  • Fibromyaligie
  • Schmerzen bei Lumbago, Ischialgien, Verspannungen der Muskulatur, Muskelrisse, ­Kontrakturen, Muskelzerrungen, Sportverletzungen
  • chronische Schmerzzustände unterschiedlicher Ursachen

Ultraschalltherapie

Beim Ultraschall handelt es sich um sehr schnell aufeinander folgende hochfrequente Schallwellen in Längsrichtung (Longitudinalwellen). Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften durchdringen Ultraschallwellen Haut, Unterbindehautgewebe, Fettschichten und Muskulatur, ohne Energie zu verlieren. Die Energie wird schließlich als Wärme am Knochen abgegeben, so dass die Ultraschalltherapie letztlich eine spezielle Form der Wärmetherapie darstellt.

Indikationen

  • entzündliche Erkrankungen an Gelenken
  • schmerzhafte Veränderungen an Muskeln, Sehnen oder Nerven

Elektrotherapie

Galvanische Ströme bewirken durch die Bewegung elektrisch geladener Teilchen (positive und negative Ionen) eine Schmerzlinderung und können durch Durchblutungsförderung und Stoffwechselsteigerung im Gewebe die Heilung unterstützen. Niederfrequente Reizströme erregen Nerven- und Muskelfasern und veranlassen die Muskulatur sich zu kontrahieren. So kann ihre Funktion bei einem geschwächten oder gelähmten Muskel verbessert werden. Mittelfrequente Wechselströme/Interferenzströme dienen überwiegend der Schmerzlinderung. Über eine gezielte Stimulation der Muskelfasern werden Muskelkontraktionen herbeigeführt. Dadurch wird die Durchblutung gesteigert, Schwellungen reduziert und die Muskulatur gelockert. Die Hochfrequenztherapie führt zur Erwärmung von Gewebe, welches tief im Körper liegt. Sie wirkt durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. Auch Stoffwechsel- und Abwehrprozesse können durch die elektrischen Ströme im Körper angeregt werden.

Indikationen

  • Schmerzsyndrome am Bewegungsapparat
  • Muskelverspannungen
  • Muskelschwächen und Muskellähmungen

Tens

Die transkutane elektrische Nervenstimulation ist eine besondere Form der Elektrotherapie und ein spezielles Verfahren zur Behandlung muskuloskeletaler Schmerzen. Bei der TENS werden über dem schmerzhaften Areal Elektroden auf der Haut angebracht. Über diese Elektroden werden mit einem Stimulationsgerät sogenannte, nicht schmerzhafte Rechteckimpulse abgegeben. Die Handhabung der Geräte ist sehr anwendungsfreundlich und kann selbst im häuslichen Bereich angewandt werden. Die Wirkung sollte in Absprache mit uns individuell über mehrere Wochen erprobt werden.

Indikationen

  • Reduktion von Analgetika (Schmerzmittel)
  • Förderung einer effektiveren Schmerzverarbeitung bei chronischen oder beginnend chronifizierenden Schmerzen

Iontophorese

Bei der Iontophorese wird elektrischer Gleichstrom angelegt, um elektrisch geladene Pharmaka, innerhalb eines elektrischen Feldes, in den Körper wandern zu lassen.

Indikation

  • Behandlung von oberflächlichen Strukturen, z. B. Tendinosen und Myalgien, Periostosen und Epikondylopathien (sog. Tennisellenbogen)